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Unsere RUD Gruppe

Hier sieht Ihr ein paar Beispiele von Schminktechnicken.
Stufe 1: öffentlicher Bereich

Die RUD Gruppe stellt sich vor

RUD – Realistische UnfallDarstellung
Blut und Verletzungen haben auf viele Menschen einen unangenehmen Effekt. Das konnte schon bei der Uraufführung von Shakespeares „Macbeth“ im dem Globe Theatre in London festgestellt werden. Dort hatten die Akteure zu viel Blut vom Schlachter geholt und bei der Aufführung verwendet, denn zahlreiche der zuschauenden Damen wurden ohnmächtig.
Die Realistische Unfalldarstellung hat sich zum Ziel gesetzt die Ersthelfer auf den Umgang mit Patienten und auf den Anblick von schrecklichen Unfallgeschehnissen und Verletzungen vorzubereiten und daran zu gewöhnen.
Die Realistische Unfalldarstellung entstand bereits in Großbritannien während des Zweiten Weltkriegs. Dort wurden Schauspieler geschminkt, um die Sanitätssoldaten auf die schrecklichen Geschehnisse und Eindrücke der Front vorzubereiten. Sie konnten somit das Umgehen mit Patienten und die Versorgung von Wunden und Verletzungen üben. Das britische Jugendrotkreuz führte die Aufgabe nach dem Krieg weiter.
In der ehemaligen DDR wurde die realistische Darstellung von Unfallsituationen als ein Mittel zur Verbesserung des Ausbildungsniveaus und der psychischen Belastbarkeit der Helfer genutzt.
Erste Hilfsmittel und Unterlagen zum Thema der naturgetreuen Darstellung von Wunden wurden bereits im Jahre 1949 entwickelt. Seit 1951 fanden die ersten Moulagen Anwendung und 1964 wurde der erste Schminkkasten auf den Markt gebracht. Heutzutage werden fertige Materialien wie Modellierkitt, Filmblut, Make-up-Pasten und weitere Produkte aus der Filmbranche verwendet.
Grundsätzlich handelt es sich bei der Realistischen Unfalldarstellung, kurz RUD, um ein Theaterspiel und sie ist auch heute noch eine große Hilfe in der Aus- und Fortbildung.
Die Aufgaben der RUD beziehen sich auf die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe eines Notfallgeschehens, auf die Darstellung und das realistische Schminken von Verletzungen und auf das Verhalten von Verletzten in bestimmten Situationen.
Ziele der wirklichkeitsgetreuen Darstellung von Notfallsituationen ist es, die Helfer auf echte Notfälle vorzubereiten, sie an den Anblick von Verletzungen zu gewöhnen und die Ängste abzubauen, so dass sie Situationen und Verletzungen richtig erkennen, Gefahren einschätzen und eine richtige Hilfeleistung durchführen können. Hierbei wird auch das Zusammenspiel mehrerer Helfer geübt.
 
Seit 2006 hat auch die Sektion Alta Badia eine RUD – Gruppe. Diese Gruppe besteht aus acht Teilnehmern, die vor allem bei Übungen mit der freiwilligen Feuerwehr, bei MANV-Übungen oder beim 24 Stunden Dienst der Jugendgruppe die Mimen realitätsgetreu schminken und auf die Schauspielerrolle der Patienten vorbereiten.
 
 

Stufe 1: öffentlicher Bereich
© Landesrettungsverein Weißes Kreuz-onlus 2008