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Wie werde ich Freiwilliger

LUST AUF ETWAS NEUES?
Das Weiße Kreuz Innichen sucht Freiwillige

Dienstagabend, 19.30 Uhr. Ich öffne die Tür zum Zivilschutzzentrum und werde von den Angestellten freundlich begrüßt. Der Sanitäter des Notarztwagens überreicht  mir das Funkgerät. Er und die anderen hauptamtlichen Mitarbeiter dürfen sich nun auf den wohlverdienten Feierabend freuen, während für mich und meine Kollegen der Gruppe „Grün“ der Nachtdienst beginnt. Heute Abend sind wir zu fünft im Dienst, aufgeteilt auf zwei Fahrzeuge, den Rettungswagen und den Notarztwagen. Wir kennen uns schon seit Jahren, haben schon das Eine und Andere zusammen erlebt. Deswegen wird erstmals ordentlich „geratscht“, bevor wir in die Garage gehen, um kurz zu überprüfen, ob die Einsatzfahrzeuge in Ordnung sind. Anschließend geht’s in die Küche, heute wird nämlich zusammen gekocht. Der Spaß kommt dabei garantiert nicht zu kurz! Doch lange sitzen wir nicht gemeinsam am Tisch, die Besatzung des Rettungswagens wird zu einem Einsatz gerufen. Mein Kollege und ich warten vor dem Fernseher, bis unsere Gruppenmitglieder wieder zurück sind, denn das allabendliche Calcettoturnier steht noch aus, bevor wir schlafen gehen.

Ich bin eine von rund 100 Freiwilligen beim Weißen Kreuz in der Sektion Innichen. Ohne uns Freiwillige wäre es nicht möglich, eine landesweite Versorgung mit Rettungsmitteln an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zu gewährleisten. Wir Freiwillige opfern einen Teil unserer Freizeit, um nachts oder auch tagsüber, anderen Menschen zu helfen. Damit wir dazu in der Lage sind, verletzte und erkrankte Personen zu versorgen, absolvieren wir eine umfassende Ausbildung.

Mittwochmorgen, 06.00 Uhr. Ich hatte Glück und durfte die ganze Nacht durchschlafen. Ab nun sind wieder die hauptamtlichen Mitarbeiter im Dienst. Doch nicht alle Nächte sind so ruhig. Manchmal werde ich gefragt, ob es mich nicht stört, um 04.00 Uhr Früh vom Funkgerät geweckt zu werden und in die kalte Nacht hinauszufahren. Wenn ich überlege, was ich darauf antworten soll, fällt mir zuallererst der erleichterte Gesichtsausdruck der Personen und deren Angehörigen in einer Notfallsituation ein, der mir begegnet, wenn wir samt medizinischem Material und Geräten durch die Wohnungstür treten. Was ich durch meine Tätigkeit als Freiwillige beim Weiße Kreuz bereits an Dankbarkeit erleben durfte, lässt sich in Worten kaum beschreiben.

Aber leider können wir nicht Wunder wirken und werden manchmal auch mit Todesfällen konfrontiert. In einer solchen Ausnahmesituation ist es für Angehörige enorm wichtig, nicht alleine zu sein. Daher gibt es beim Weißen Kreuz in Innichen auch Freiwillige, die als Notfallseelsorger tätig sind. Diese Männer und Frauen sind speziell dafür ausgebildet, Angehörigen in den ersten Stunden nach einem Todesfall beizustehen und ihnen beim Aktivieren des sozialen Netzwerks zu helfen.

Nicht immer geht es beim Weißen Kreuz nur um Notfälle, im Gegenteil. Tagsüber sind  die hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter vor allem mit den Krankentransporten beschäftigt. Das heißt, Personen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage sind, selbst ins Krankenhaus zu gelangen, werden zu Visiten oder Therapien in die umliegenden Krankenhäuser, aber auch nach Innsbruck, Bozen, Trient usw. gefahren. Für viele Freiwillige, die nichts mit Blaulicht und Notfällen zu tun haben wollen, bietet sich in diesem Tätigkeitsbereich auch eine interessante Möglichkeit, aktiv beim Weißen Kreuz mitzuarbeiten. Außerdem ist ein Krankentransportwagen fast täglich quer durch Europa unterwegs, um verletzte oder erkrankte Touristen aus ihrem Urlaubsziel in Italien in ihr Heimatland zurückzubringen. Diese Auslandsfahrten werden nur von freiwilligen Mitarbeitern durchgeführt und werden anhand der gefahrenen Kilometer vergütet.

Ob jung oder etwas älter, Frau oder Mann, berufstätig, Student, Hausfrau oder Pensionist – das Weiße Kreuz Innichen sucht laufend Freiwillige für die Bereiche Krankentransport, Auslandstransporte, Rettungsdienst und Notfallseelsorge! Als Voraussetzungen gelten das Mindestalter von 18 Jahren (für die Notfallseelsorge….Jahre), die körperliche und psychische Eignung und die Bereitschaft, sich in der Freizeit sozial zu engagieren. Neben der interessanten Ausbildung und  der abwechslungsreichen Tätigkeit, sind es vor allem das Entstehen neuer Freundschaften, gemeinsame Unternehmungen in der Freizeit und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, was die Freiwilligen beim Weißen Kreuz in Innichen sehr schätzen und was sie dazu motiviert, immer wieder durch die Tür des Zivilschutzzentrums zu treten - ehrenamtlich.

Kontaktdaten für Interessierte:
0039 0474 913745
innichen@wk-cb.bz.it
Stufe 1: öffentlicher Bereich
© Landesrettungsverein Weißes Kreuz-onlus 2008