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Chronik der Sektion Mals

Wie alles begonnen hat:
Im Jahre 1968 schaffte damals die FF Mals einen VW-Bus für den Transport von Personen und Material bei Einsätzen an. Der damalige Kommandant der FF Mals, Herr Stocker Raphael erkannte, dass dieses Fahrzeug nicht nur die Verwendung in rein Feuerwehrmässigen Gegebenheiten fand, sondern dass auch das "Martinsheim" (Altersheim) Bedarf für den Transport Verunfallter anmeldete.
Es sei hier vorausgeschickt, dass das damalige "Spital" (Martinsheim) ein zentraler Anlaufpunkt für die Geburtshilfe, und Hilfe bei Unfällen im gesamten Obervinschgau war. Aus dieser Gegebenheit ergab sich da öfters die Situation, dass Verletzte und erkrankte in das Krankenhaus nach Schlanders weitertransportiert werden mussten. Der nächste Krankenwagen war im Krankenhaus Schlanders stationiert und stand oft nicht, oder mit zeitlicher Verzögerung zur Verfügung. So wurde der Eingangs genannte VW-Bus für den Verletztentransport umgebaut, sodass nach wenigen Minuten des Umbaus eine Krankentrage in das Fahrzeug geschoben werden konnte. Einige Mitglieder der Feuerwehr standen als Chauffeure zur Verfügung und wurden bei Bedarf vom "Spital" angerufen. Auf diese Weise wurde bis im Jahre 1972 ein Transportdienst aufrechterhalten, der zur vollen Zufriedenheit aller, funktionierte
Dieses Fahrzeug wurde als Mannschaftstransporter noch bis zum Jahre 1999 verwendet und dann ausgemustert.

1972, Gründung der Sektion Mals
Den damaligen Pionieren, Herrn Stocker Ignaz, Herrn Weirather Max und Herrn Stocker Alois, kam bereits im Jahre 1971 der Gedanke, eine Aussenstation des damals noch sehr jungen (Landesrettungsvereins) Weissen Kreuzes, in Mals zu gründen. Herr Stocker Ignaz, seinerzeit Landtagsabgeordneter in der Südtiroler Landesregierung knüpfte die politischen Kontakte und nahm Kontakt mit der "Zentrale" des Weissen Kreuzes in Bozen auf.
Sein Wunsch (dieses Vorhaben wurde sowohl von den lokalen und regionalen Politikern, als auch bei den damaligen Verantwortlichen des WK begrüsst) fand sowohl auf politischer Seite, wie auch bei den damals Verantwortlichen des Landesrettungsvereins, offene Ohren. Der damalige Präsident des Landesrettungsvereins, Herr Dr. Prim. Karl Pellegrini und der damalige Direktor, Herr De Tomaso Karl, gaben Herrn Stocker Ignaz nun offiziell den Auftrag, in Mals sowohl Leute als Fahrer anzuwerben, als auch eine Garage und einen rund um die Uhr funktionierenden Telefondienst zu organisieren.
Voller Begeisterung und Motivation ging man nun an die Sache. Leute die beruflich während des Tages abkömmlich waren, wurden als Helfer angesprochen, Helfer die während der Nacht Dienst leisteten, wurden ausfindig gemacht. Stocker Ignaz stellte seine neu errichtete landwirtschaftliche Garage als Fahrzeugremise zur Verfügung, und zu guter Letzt, das "Spital" übernahm den Telefondienst rund um die Uhr, kostenlos, zusätzlich erklärten sich die Schwestern des "Spitals" bereit, die Wäsche der Liegenbezüge auch kostenlos zu waschen. Das wichtigste aber, der Krankenwagen, kam von der Zentrale in Bozen. Es war ein gebrauchter "VW-Bully T1" mit mageren 50 PS, der bereits in Bozen und anderen Sektionen zum Einsatz kam.

Wie mir die heute noch aktiven Gründungsmitglieder berichteten, mussten alle Fahrer beim "Hotel Krone" in Mals in Begleitung eines hauptberuflichen Fahrers aus Bozen, einen "Eignungstest" absolvieren. Dabei wurde weniger auf medizinische Kenntnisse, sondern mehr auf fahrerisches Können grosser Wert gelegt.
Am 16. Februar 1972 war es dann soweit. Die Sektion nahm nun offiziell ihren Dienst mit 20 freiwilligen Helfern aus Mals auf. Die Anrufe wurden vom "Spital" entgegengenommen, und die Fahrer wurden daraufhin telefonisch verständigt.

Erster Dienstplan (März 1972)

Das Einzugsgebiet der Sektion Mals ging damals vom Reschenpass bis Sulden, inklusive der Seitentäler.

Bereits Ende des Jahres 1972 war der Dienst des Weissen Kreuzes im Obervinschgau derart gefragt, dass an die Anschaffung eines zweiten Krankenwagens gedacht wurde. Die Sektion Meran verkaufte damals einen "Ford Taunus" an die Sektion Mals, auch dieses Fahrzeug war bereits ältern Baujahres und hatte einiges auf den Buckel.
In Folge wurde die Garage verlegt, und zwar in der alten Schmiede des "Stocker Anton" im Grotzesweg. In den darauffolgenden Jahren fanden hier zwei Fahrzeuge Platz.

(Dolomiten vom 24.02.1972)

1973 "Stille Hilfe für Südtirol" spendet einen Krankenwagen
Herr Weirather Max hatte bereits gute Kontakte mit der "Stillen Hilfe für Südtirol" geknüpft. Seinen Kontakten mit dem damaligen Präsidenten dieser Stiftung ist es zu verdanken, dass ein Krankenwagen des Typs "Peugeot 504" gestiftet und am 15.08.1973 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.
Dieser Tag, der traditionell auch der "Malser Kirchtag" ist, bot bei herrlichem Wetter eine wunderschöne Kulisse für die schlichte Einweihungsfeier. Gerhard Bletschacher, Präsident der Stiftung, überreichte die Fahrzeugschlüssel. Dieses Fahrzeug löste somit den alten "Ford Taunus" ab, der dann an die "Zentrale" zurückgegeben wurde.

Einzug in das neue Gerätehaus der Feuerwehr

In den letzten Monaten des Jahres 1973 wurde die neue "Feuerwehrhalle" fertiggestellt, da auch die Bedürfnisse der Feuerwehr gestiegen waren. Hier fand nun auch die Sektion Mals, des Weissen Kreuzes für die nächsten 27 Jahre ihre Unterkunft. In den ersten Jahren wurden die Fahrzeuge im oberen Geschoss des Gebäudes neben den Fahrzeugen untergebracht. Da sich im Laufe der Jahre die Anzahl der Fahrzeuge des WK sowie auch der Feuerwehr erhöhten, wurde das Weisse Kreuz in die Kellergarage einquartiert. Somit stand das ganze obere Geschoss der Feuerwehr und das Kellergeschoss dem Weissen Kreuz zur Verfügung.

1978 Gründungsmitglied und Sektionsleiter Stocker Ignaz wird zu Grabe getragen.
Herr Stocker Ignaz, der massgeblich an der Gründung der Sektion Mals mitgewirkt hatte, wurde nach langer und schwerer Krankheit auf dem Friedhof Mals unter einer grossen Anteilnahme zu seiner letzten Ruhe getragen. Viele damalige Politiker, eine unüberschaubare Menge an "Malsern" und Nachbarfraktionen drückten ihm in Anerkennung seiner grossen Leistungen für die Gemeinde Mals, ihre Anteilnahme aus.
Dr. Zwick Hubert wird zum Sektionsleiter gewählt.

Als Nachfolger für den verstorbenen Sektionsleiter wurde nun Dr. Hubert Zwick, Steuerberater aus Mals, von den freiwilligen Mitarbeitern zum Sektionsleiter gewählt. Er vertrat bis zum Jahre 1984 die Sektion Mals. Trotz seiner beruflichen Auslastung, fand er immer wieder Zeit sich dem freiwilligen Dienst zu widmen.

1983 10. Jahresfeier der Sektion mit Einweihung eines Mercedes - Krankenwagens
In den Jahren seit der Gründung, entwickelte sich das Weisse Kreuz Mals zu einer schlagkräftigen und gut funktionierenden Rettungsorganisation. Die Zahl der Rettungseinsätze und Krankentransporte nahm von Jahr zu Jahr zu, zusätzlich wurde beinahe täglich mit Dialysepflichtigen Patienten in die Dialyse des Krankenhauses nach Bozen gefahren. So wurde nun mit finanzieller Unterstützung durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eigenmittel anlässlich der 10-Jahresfeier ein Mercedes Krankenwagen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bei der Feier, die im Spätherbst des Jahres 1983 im damals sehr neuen Kulturhaus abgehalten wurde, bedankte sich Dr. Zwick Hubert bei allen Helfern und den Mitarbeitern des "Martinsheim" für die tatkräftige Mitarbeit. Herr Prim. Dr. Pellegrini, Präsident des Landesrettungsvereins, überbrachte die Glückwünsche der Landesleitung. Frau Landesrat Gebert Deeg, jene der Südtiroler Landesregierung. Behördenvertreter aller Organisationen bedankten sich für die gute Zusammenarbeit und dankten insbesondere, für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bei Notfällen aller Art.

1984 Mercedes Geländewagen wird offiziell seiner Bestimmung übergeben
Die entlegenen Höfe in Matsch, die Weiler in Schlinig und die engen und steilen Gassen in Planeil machten die Anschaffung eines Allradangetriebenen Geländefahrzeuges möglich. So konnte voller Freude der freiwilligen Helfer, im Herbst 1984 in einer schlichten Feier im Hinterhof des "Gasthofs Krone" der allradangetriebene Krankenwagen seiner Bestimmung übergeben werden. Dieses Fahrzeug wurde auch in den Gemeinden Prad a.St. Joch oder Sulden zu Hilfeleistungen angefordert, da man dort kein derartiges Fahrzeug zur Verfügung hatte. Dieses Fahrzeug blieb bis im Jahre 1987 in der Sektion Mals und wurde daraufhin durch einen neuen VW T4 Syncro Krankenwagen ersetzt.

1984 - 1995

Auf Grund beruflicher Verpflichtungen legte Herr Dr. Zwick Hubert im Jahre 1984 sein Amt als Sektionsleiter nieder; Dieses wurde in Folge, an Herrn Weihrater Max übergeben, der dieses bis im Jahre 2002 ausführte. Herr Weihrater war seit Gründung der Sektion die "schreibende und verwaltende Kraft" der Sektion. In seinem kleinen und bescheidenen Büro des Geschäftes, erledigte er alle schriftlichen und verwaltungsmässigen Aufgaben, die zu erledigen waren, und diese wurden im Laufe der Jahre immer mehr. Herr Weihrater beteiligte sich dann wesentlich auch an die Verwirklichung des neuen Sektionssitzes im Zivilschutzzentrum.

1996 Das Weisse Kreuz erhält einen neuen Direktor und einen neuen Vorstand.
Interne Schwierigkeiten in der Landesleitung führten im Jahr 1996 dazu, dass der gesamte Vorstand des Vereins und ein neuer Präsident neu gewählt und ein neuer Direktor eingestellt wurde.
Seit diesem Datum ist Herr Dr. Prim. Rammlmair Georg Präsident des Landesrettungsvereins Weisses Kreuz. An seiner Seite stand ihm bis zum Jahr 2001 Herrn Rag. De Lorenzo Adolf als Direktor zur Verfügung.

1997 Umstrukturierungen in den Sektionen
Der neuen Führung des Vereins lag es nahe, das gesamte Rettungswesen in Südtirol neu zu strukturieren, und eine Trennung zwischen Krankentransport und Rettungsdienst einzuführen. Strukturelle Umänderungen in der Landesleitung und in den einzelnen Sektionen waren die Folge. Besonders was die Sektion Mals betrifft, wurden weitere Anstrengungen unternommen, einen neuen und der heutigen Zeit entsprechenden Sektionssitz im neuen Zivilschutzzentrum zu erhalten. Der ständige Kontakt zwischen der Sektion Mals und der Landesleitung führte dann auch zur Umsetzung dieses Zieles. In Folge der Teilung Rettungsdienst und Krankentransport wurde ein neuer Rettungswagen in Dienst gestellt, der in absehbarer Zeit einzig und allein für Notfälle der Landesnotrufzentrale zur Verfügung stand.

Einführung der einheitlichen Notrufnummer 118

Ab sofort wurde empfohlen, die Notrufe der Landesnotrufzentrale 118 weiterzugeben, denn sie soll es in Zukunft sein, die alle Rettungsmittel des Landes koordiniert und über den Einsatz der Rettungsmittel entscheidet. Es versteht sich von selbst, dass in unserer peripheren Lage der Grossteil der Notrufe weiterhin im "Martinsheim" einging, und diese neue Nummer in der Anfangsphase eher "misstrauisch" betrachtet wurde.

1998 Der neue Rettungswagen wird seiner Bestimmung übergeben
Die Umstrukturierungen hatten als Folge, dass auf Wunsch der Landesnotrufzentrale in jeder Sektion ein für Notfälle komplett ausgestatteter Rettungswagen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Aus diesem Grund wird ein älterer Krankenwagen durch einen neunen VW-T4-Syncro mit Hochdach und Allradantrieb ausgetauscht. Die Kosten für diese teure Anschaffung wurden von der Autonomen Prov. Bozen übernommen. Dieses Fahrzeug ist mit allen notfallmedizinischen Geräten und Medikamenten ausgestattet, wird aber bis zum Jahr 2000 auch noch als Krankenwagen eingesetzt.

Dieses Fahrzeug wurde in Wien von der Firma DLOUHY ausgebaut und als Rettungswagen ausgestattet. Zwei weitere identische Fahrzeuge wurden zur selben Zeit in Prad a. St. Joch und in St. Valentin a.d.H. stationiert.

2000 Neuer Sektionssitz im Zivilschutzzentrum wird bezogen
Ein grosses Ereignis für alle Rettungsvereine (FF, WK, BRD) aus Mals, war die Einweihung des Zivilschutzzentrums an der Hauptstrasse neben dem "Hotel Garberhof". Die jahrelangen Planungen (seit 1994), führten dazu, dass nun für alle drei genannten Vereine geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung standen.

Voller Stolz wurde das Gebäude am 04. April 2000 offiziell, unter einer zahlreichen Anwesenheit von Behörden, Politikern und Funktionären aller Rettungsvereine seiner Bestimmung übergeben. Mit diesem Datum übersiedelte nun auch das Weisse Kreuz in die neuen Räumlichkeiten, von denen folgende zur Verfügung stehen:

• 5 Stellplätze für Einsatzfahrzeuge
• 1 Waschgarage
• 2 Schlafzimmer
• 1 Aufenthaltsraum
• 2 getrennte sanitäre Einrichtungen
• 1 Sektionsbüro
• 1 Küche
• 1 Desinfektionsraum
• 1 grosser Lehrsaal
• 1 Magazin für Sanitätsmaterial
• 1 Magazin für Katastrophengeräte.

Als besonderes Geschenk bei der Übergabe des neuen "Heimes" erhielt die Sektion auch einen neuen Krankenwagen, des Typs "VW T4 Syncro". Dieses Fahrzeug wurde ebenfalls am 04.04.02 offiziell seiner Bestimmung übergeben und löst ein älteres Modell ab.

Neuer Sektionsausschuss wird gewählt, langjährige Mitarbeiter geehrt.

Am 16. Oktober 2000 trafen sich alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter zur Jahresvollversammlung. Einer der wichtigen Tagesordnungspunkte war die Neuwahl des Sektionsausschuss für die nächsten zwei Jahre. Die gesamte Mannschaft, inzwischen 50 Leute, wurden in vier Gruppen aufgeteilt, deren Vorsitz ein Gruppenführer führt. Jede Gruppe ist für die Deckung des Nachtdienstes während einer Woche, und der Deckung des Tagdienstes am Sonntag verantwortlich. Die Vollversammlung wählte Herrn Weihrater Max für weitere zwei Jahre zum Sektionsleiter, zu seinem Stellvertreter wird Herr Theiner Alois gewählt. Die vier Gruppenführer sind Stocker Alois, Theiner Alois, Frank Florian und Plattner Hubert. Als Vertreterin der Freiwilligen wird Frau Pobitzer Verena gewählt. Als einer der Höhepunkte des Abends gilt die Ehrung von langjährigen Mitgliedern, z.T. auch noch Gründungsmitglieder.

Was gänzlich neu ist, dass ab diesem Zeitpunkt ein "Dienstleiter" für die verwaltungsmäßigen Aufgaben in der Sektion eingesetzt wird. Diese Person wird in Herrn Punter Franz, bereits Dienstleiter in der Sektion V. Oberland, gefunden.
Somit hat die Sektion Mals alle Instrumente, um eine effiziente und schlagkräftige Rettungsmannschaft aufzubauen.

2002 Neuer Sektionsleiter, neuer Sektionsausschuss.
Am 15.05.2002 wurde die Jahresvollversammlung der Sektion Mals abgehalten. Dabei wurde der Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr und über die diversen Veranstaltungen berichtet. Zentraler Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Sektionsausschusses. Herr Weihrater konnte aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des Sektionsleiters kandidieren, als sein Nachfolger wurde Dr. Habicher Kurt einstimmig gewählt, sein Stellvertreter Theiner Alois, die Gruppenführer Stocker Alois, Hellrigl Klaus, Patscheider Sarah und Obexer Josef. Bei dieser Gelegenheit wurde nun auch Obexer Josef in seinem Amt als Turnusleiter vorgestellt.

2004 Nachruf für Max Weirather
Unfassbar nahmen wir am 23. Mai 04 die Nachricht entgegen, dass unser Gründungsmitglied und langjähriger Sektionsleiter Max Weirather ganz plötzlich einem Herzinfarkt erlegen ist.

„Max“ war neben Ignaz Stocker und Alois Stocker Gründungsmitglied der Sektion Mals. Er war maßgeblich an der Gründung der Sektion Mals im Jahre 1972 beteiligt. Seine politischen und wirtschaftlichen Kontakte im Inn- und Ausland ermöglichten den Aufbau der Sektion. Von Anfang an war „Max“ die Verwaltung der Sektion anvertraut. In seinem kleinem Büro am Hauptplatz in Mals arbeitete er oft bis in die späten Nachtstunden für das Weiße Kreuz, zudem galt es, seinen großen Betrieb zu führen.
1984 wurde „Max“ zum Sektionsleiter gewählt, und erst im Jahr 2002 wurde er aus Altersgründen durch Dr. Kurt Habicher ersetzt. In diesen Jahren wurde unser „Max“ von schweren Schicksalsschlägen getroffen. So kam bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1991 sein Sohn auf tragische Weise ums Leben, sieben Jahre später verlor er seine Frau nach schwerer Krankheit. Trotz alledem fand er im Weißen Kreuz immer wieder den nötigen Halt, 1999 wurde er zum Ehrenmitglied auf Landesebene ernannt, im Jahre 2000 konnte er voller Stolz die Einweihung des neuen Sektionssitzes im Zivilschutzzentrum als Krönung seiner langjährigen Arbeit im Rettungsverein verzeichnen.
Ganz wichtig für „Max“ war der sonntägliche Ausgleich. Mit seinen Freunden unternahm er soweit es die Witterung zuließ, immer Wanderungen, Bergtouren und kleinere Ausflüge. Auch an jenem Sonntag, dem 23. Mai, war so eine Tour geplant, die Kameraden warteten jedoch vergeblich auf Ihren „Max“.
Nun hat unser geschätzter „Max“ für immer das Gipfelkreuz seines Lebens erreicht. Gottes Wege sind für uns oft nicht begreifbar, wir werden unseren Max in Erinnerung bewahren, so wie er war, hilfsbereit, freundlich und gesellig.

2006 Einige Änderungen im Sektionsausschuss und Segnung des neuen Rettungswagen
Die Wahlen am 05.05.2006 bei der Jahreshauptversammlung ergaben gleich einige Änderungen im Sektionsausschuss. Die Gruppenleiter Sarah Patscheider und Hellrigl Klaus der Dienstgruppen ROT bzw. BLAU stellten sich nicht mehr der Wahl. Der Langjährige freiwillige Helfer Theiner Alois welcher bis dato das Amt des Vize- Sektionsleiter bekleidete stellt sich ebenfalls nicht mehr der Wahl.
Dei Wahl brachte folgendes Ergebnis:
Dr. Kurt Habicher wurde wieder einstimmig in seinem Amt als Sektionsleiter bestätigt.
Als sein Stellverstreter wurde Werner Weiskopf gewählt. Die Gruppenleiter wurden wie folgt gewählt. Gruppe GRÜN Stocker Alois, Gruppe GELB Obexer Josef. Neu als Gruppenleiter Andreaus Ingrid Gruppe BLAU und Punter Norman Gruppe ROT.
Der Ausschuss setzt sich aus oben genannten Personen, plus den neuen Dienstleiter Spechtenhauser Karl zusammen. Karl Spechtenhauser ersetzt am Oktober 2004 den bisherigen Dienstleiter Punter Franz.

Der am 22.02.2006 in dienstgestellte Rettungswagen der Marke „Mercedes Sprinter“ wird vom Kooperator Christoph Wiesler gesegnet.
Das neue Fahrzeug ist ein so genannter Großraum RTW. Die ständige Weiterentwicklung von Taktik und Technik in der Notfallrettung machen es notwendig immer größere Fahrzeuge einzusetzen. Der Neue RTW ist bedeutend größer als der bisherige VW Bus T4. Der Rettungswagen ist mit allen notwendigen technischen Hilfsmitteln ausgestattet. In solches Einsatzfahrzeug ermöglicht eine Versorgung der Patienten nach heutigem Standart.
Ausstattung:
• Überwachungsmonitor mit integrierten Defibrillator.
• Beatmungs- Einheit
• Sauerstoffversorgung
• Allen nötigen Hilfsmittel zur Sicherung der Atemwege
• Allen Notfallmedikamenten
• Notfall- Sets (Thoraxdrainage, zentralen Venenkatheter, Blasen Katheter, Magensonde)
• Schaufeltage
• Vakuumdecke
• Halskrausen
• KED System
• Set für Verbrennungen (Water- Gel)
• Ein ausgeklügeltes System an Rucksäcken bzw. Taschen
o Rettungsrucksack für Sanitäter (Ausgestattet mit einem halbautomatischen Defibrillator)
o Notarztrucksack
o Babynotfall Tasche
o Replantattasche

2007 Dienstleiter- Wechsel in Mals, Ehrung des langjährigen freiwilligen Helfer Veith Ignatz
Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2007 wird Herr Spechtenhauser welcher seit 2004 mit der Funktion des Dienstleiters beauftragt war verabschiedet. Sein Nachfolger wird Punter Norman welcher seit 2003 Freiwilliger Helfer in der Sektion Mals ist. Der Sektionsleiter bedankt sich bei Karl und wünscht zugleich dem Neuen Dienstleiter viel Erfolg.
Aktuell sind in Mals 64 Ehrenamtliche Helfer, 6 Festangestellte Mitarbeiter und ein Freiwilliger Zivildiener tätig.

35 Jahre Dienst zum Wohle der Bevölkerung

Veith Ignatz war von 01.01.1972 bis 22.02 2007 aktiver Freiwilliger Helfer der Sektion Mals.
Er war sozusagen seit der Gründung der Sektion dabei und hat sogar gemeinsam mit noch immer aktiven Mitarbeiter Alois Stocker den ersten Einsatz für das Weisse Kreuz in Mals gemacht. Der selbstständige Schustermeister hat neben seiner Arbeit im Geschäft immer wieder Zeit für den Landesrettungsverein gefunden und hat bis zu seinen Austritt unzählige Stunden als Freiwilliger Helfer geleistet.
Ignatz hat sich immer wieder an die Neuerungen angepasst und war stets ein beliebter und zuverlässiger Mitarbeiter.
Nach seinem Ausscheiden als aktiver Mitarbeiter wurde Veith Ignatz bei der Jahreshauptversammlung 2007 zum Ehrenmitglied der Sektion Mals ernannt.
Eine Urkunde und die holzgeschnitzte Statue des Schutzpatrons dem Hl. Rochus, wurden Ignatz vom Vize- Präsidenten des Weisen Kreuzes Herren Unterkalmsteiner Josef überreicht
2007 Weises Kreuz Jugend jetzt auch in Mals

Am 7. Oktober 2007 ist die Sektion Mals mit einer Jugendgruppe gestartet. Ein achtköpfiges junges dynamisches Team betreut die Jugendlichen in Mals. Die Erwartungen sind mehr als übertroffen worden, am Informationsabend haben ca. 90 Personen aus unserem Einzugsgebiet Gemeine Schluderns, Gemeinde Taufers, Gemeinde Glurns und Gemeinde Mals teilgenommen. Es haben sich auch schon viele Jugendliche in die Weises Kreuz Jugend eingeschrieben. Die Treffen finden Monatlich von Oktober bis Mai statt in dem die jugendliche unter anderem die Grundkenntnisse der Ersten Hilfe lernen. Das Team der Betreuer setzt sich wie folgt zusammen: Jugendleiter Marcona Gianluca, Jugendleiterstellvertreterin Patscheider Sabrina, Schriftführerin Profanter Tanja, Betreuerin Stecher Daniela, Betreuer Punter Norman Betreuerin Nadine Zangrandi, Anna Patscheider und Weisenhorn Hildegard. Alle genannten Personen sind aktive freiwillige Helfer in Mals.
 
Stufe 1: öffentlicher Bereich
© Landesrettungsverein Weißes Kreuz-onlus 2008