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EINSATZNACHSORGE VON RETTUNGSKRÄFTEN

Arianna Polverino und Markus Graiss (im Bild) haben die Ausbildung zum "Peer" erfolgreich abgeschlossen.

Wenn vor Jahren noch die Meinung unter den Einsatzkräften herrschte, dass ein Sanitäter keine Gefühle zeigen darf, dann hat sich das in den letzten Jahren sehr geändert.

Unzählige Studien haben ergeben, dass eine Nachbetreuung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen besonders wichtig ist.

Vor Jahren wurde diese Nachbetreuung zum Teil von der Notfallseelsorge übernommen, im Jahre 2007 wurden erstmals ehrenamtliche Mitarbeiter zum Peer ausgebildet.

Peer sind ausgebildete Mitarbeiter/innen des Rettungs- und Feuerwehrdienstes oder der Bergrettung welche die Notfallpsychologen bei den Nachbesprechungen (sog.Debriefings) von belastenden Einsätzen unterstützen. Das Ziel der Einsatznachsorge beim Weißen Kreuz ist es traumatischen Stress vorzubeugen bzw. traumatische Stressreaktionen zu lindern sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden bei den Mitarbeitern des Weißen Kreuz und anderer Rettungsorganisationen zu erhalten. Die Aufgabe des Peer ist es Berührungsängste und Akzeptanzprobleme abzubauen und die Einsatzkraft zum bewussten Umgang mit belastenden Einsatzsituationen zu ermutigen.
 
Seit 09.12.2010 stehen nun weitere 13 Peers, die aus verschiedenen Rettungsorganisationen stammen, der Einsatznachsorge zur Verfügung.

Auch Arianna Polverino und Markus Graiss, freiwillige Mitarbeiter des Weißen Kreuz Naturns haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Auf diesem Wege möchte sich die Sektionsleitung des Weißen Kreuz Naturns bei den zwei angehenden Peers für ihren wertvollen Einsatz bedanken und ihnen viel Kraft für ihre Tätigkeit wünschen.
Stufe 1: öffentlicher Bereich
© Landesrettungsverein Weißes Kreuz-onlus 2008