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Stufe 1: öffentlicher Bereich

Im Ernstfall "Zusammen stark"

MANV bedeutet Massenanfall von Verletzten. Über dieses Thema wurden und werden viele Schulungen gemacht und viele Übungen abgehalten. So wurde in Deutschland bereits seit den 60 Jahren ein Konzept entwickelt (Ausgangspunkt waren Hochwasserkatastrophen). MANV ist deshalb eine Herausforderung für die Rettungsorganisationen, da man von der individuellen Versorgung von Verletzten zu einer Klassifizierung und Katalogisierung von Patienten gehen muss und somit oft an die Einsatzgrenze stößt.

Seit einigen Jahren wird die Bewältigung dieser Schadensereignisse in Naturns beim jährlichen „Trauma Tag“ trainiert; dieser wurde heuer am 21. April 2012 abgehalten. Der theoretische Vormittag fand im Zivilschutzzentrum von Naturns statt. In diesem referierten Dr. Walther Dietl über das Patienten Leitsystem (PLS, ist ein Begriff aus der Notfallmedizin, man bezeichnet damit Karten, die beim Massenanfall von Verletzten den Patienten zur eindeutigen Kennzeichnung und zur Unterstützung der Versorgung umgehängt werden).Georg Pircher (FF Naturns) referierte über den Massenanfall an Verletzten aus Sicht der Feuerwehr und erklärte welche Gerätschaften die verschiedenen Rettungsorganisationen besitzen.

Am Nachmittag kam es dann zu einer Überraschungsübung, von der eigentlich nur die Organisatoren des Trauma Tages wussten. Auf der alten Straße ins Schnalstal wurde ein Verkehrsunfall simuliert, in diesem waren 2 PKW’s verwickelt; ein PKW wurde auf der Straßen an die Leitplanke gehängt und ein weiterer PKW wurde im steilen Gelände in der Nähe des Bachbettes gesichert. Die Mimen wurden gekonnt von der ND (Notfalldarstellung) Gruppe des WK Naturns geschminkt; gerade bei Übungen ist es wichtig die Mimen so realitätsgetreu als möglich zu schminken. Im „Einsatz“ standen das WK Naturns mit 2 Fahrzeugen, das WK Lana und WK Passeier mit jeweils einem Fahrzeug, die FF Naturns mit Nachbarwehren, der Bergrettungsdienst Schnals und die Hundestaffel der Finanzwache Meran. Als Notärzte für die Übung stellten sich Dr. Karl Ungericht und Dr. Walther Dietl zu Verfügung.

Am Ende der Übung fand eine kurze Übungsnachbesprechung statt. Allgemein wünschten sich die Beteiligten, dass das geprobte Szenario nie eintreffen sollte, aber man war sich einig, dass die beteiligten Rettungsorganisationen im Ernstfall zusammen stark sind.

An dieser Stelle sei auch dem Zivilschutz für die Verpflegung der Teilnehmer und der Gemeinde Naturns für die Übernahme der Kosten derselben gedankt.

Gedankt sei auch den Übungsorganisatoren, sowie den vielen Freiwilligen Helfern, der verschiedenen Rettungsorganisationen, die sich die Zeitgenommen haben für den Ernstfall zu proben.
(Arianna Polverino)
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