v.l.n.r.: Melanie Volpe, Arianna Polverino, Franz Mair u. Sylvia Pircher
Seit Dezember 2001 Jahren besteht auch in unserer WK-Sektion eine RUD-Gruppe. Das Ziel der RUD (Realistischen Unfalldarstellung) ist es, durch die realistische Darstellung eines Notfallgeschehens den Helfer (Ersthelfer, Rettungssanitäter, Arzt, Bergretter, Feuerwehrmann u. a.) dahingehend vorzubereiten, dass er
• Unfallsituationen und Verletzungen richtig erkennt
• Gefahrensituationen richtig einschätzt
• eine der Situation und Verletzung angepasste richtige Hilfeleistung durchführt
• das reibungslose Zusammenspiel mehrerer Helfer trainiert
Der jeweilige Helfer soll also auf echte Un- und Notfälle vorbereitet werden. Dabei ist es wichtig, das Zusammenwirken mehrerer Helfer zu trainieren und Teamgeist zu entwickeln. Auch die Hilfeleistungsbereitschaft wird weiter entwickelt und gesteigert. Wichtige Aufgabe der RUD ist es also, das jeweilige Geschehen so realistisch wie möglich darzustellen und das Verhalten von Verletzten in Notsituation möglichst echt zu imitieren.
Die Mitglieder unserer RUD-Gruppe habe das "Handwerk" der Schmink- und Mimtechnik durch die Teilnahme an zahlreichen Schulungen gründlich gelernt. Sie sind immer wieder bei Informations-, Fortbildungs- sowie Übungseinheiten im Einsatz und bilden ein wichtiges Glied in unserer Rettungsorganisation.
Bilder vom Einsatz der RUD-Gruppe: siehe InfoBox unten
Unten im Bild: Die Frauen und Männer der Esten Stunde
Ein Bericht über die Entstehung der RUD-Gruppe
Realistische Unfalldarstellung - Eine nicht alltägliche Ausbildung beim Weißen Kreuz !
Langjährige Beziehungen zwischen dem Sektionsleiter des Weissen Kreuz Naturns, Herrn Hansjörg Prantl und den Johannitern aus Kempten (Deutschland), führten dazu, dass neben zahlreich bereits durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen erstmals im Bezirk Meran/Vinschgau (Sektionen Meran, Lana, Ulten, Passeier, Naturns, Schlanders, Prad, Mals, St. Valentin) der Kurs „Realistische Unfalldarstellung“ durchgeführt werden konnte. Dieser fand am ersten und zweiten Dezember 2001 im Sektionssitz von Naturns statt. Während der zwei sehr intensiven Tage unter der Leitung von Frau Annette Baumann (Freiwillige Mitarbeiterin beim Bayerischen Roten Kreuz in Ulm) und Herrn Wolfgang Strahl (Ausbildungsleiter der Johanniter Unfallhilfe in Kempten) wurden verschiedene Schminktechniken und Materialien zur realistischen Darstellung unterschiedlicher Verletzungen wie Schnittverletzungen, Schock, Platzwunden, Knochenbrüche, Verbrennungen, Verätzungen und Amputationen erprobt.
Abschließend wurde durch mehrere sehr praxisbezogene und realistisch dargestellte Fallbeispiele auch das richtige Mimen und eine entsprechende Situationsgestaltung geübt.
Ziel ist es auf Bezirksebene und in jeder Sektion eine eigenständige Schminkgruppe aufzubauen, um diese dann bei verschiedenen Übungen in der eigenen Sektion oder bei größeren Gemeinschaftsübungen auf Bezirksebene einzusetzen um die Verletzungsmuster so realitätsgetreu als nur möglich darzustellen. Wie bei den meisten Kursen des Weissen Kreuz ist auch bei der „Realistischen Unfalldarstellung“ eine jährliche Fortbildung geplant.