Am 29. April 2011 fand im Zivilschutzzentrum „Guido Furlan“ in Neumarkt die Jahresvollversammlung der Sektion Unterland des Weißen Kreuzes statt. Dabei wurde auf ein Jahr zurückgeblickt, dessen wichtigste Ereignisse die Gründung der Rettungsstelle Salurn als eigenständige Sektion und die Neuwahl der Sektionsgremien waren.
Die Sektionsleiterin Hildegard Pernter Schaller dankte in ihrer Ansprache allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und den anwesenden Ehrengästen für die gute Zusammenarbeit, sei es mit der Gemeindeverwaltung von Neumarkt, den Feuerwehren des Bezirkes, der Bergrettung und dem Landesvorstand des Weißen Kreuz. Ihr Dank ging auch an die über 3.000 Mitglieder des Vereins im Unterland, welche durch ihren Mitgliedsbeitrag eine finanzielle Unterstützung, aber auch eine Wertschätzung gegenüber dem Verein darstellen.
Die Sektion Unterland zählte am Ende des Vorjahres 100 ehrenamtliche Helfer, welche mehr als 35.000 Stunden im Einsatz waren, was 62% der geleisteten Gesamtstunden entspricht. Die zehn festangestellten Mitarbeiter, die zwei Zivildienerinnen und die Sozialdienerin, welche wochentags ihren Dienst versehen, leisteten rund 20.000 Stunden. Hinzu kommt noch die Gruppe der Notfallseelsorger, welche aus 13 aktiven Notfallseelsorgern besteht und im Jahre 2010 zu 15 Einsätzen gerufen wurden, sowie die Jugendgruppe, bestehend aus 16 Jugendlichen sowie fünf Betreuern.
Im Jahr 2010 wurden mit den sechs Einsatzfahrzeugen über 322.000 Kilometer zurückgelegt. Dabei wurden 1.300 Einsätze im Auftrag der Landesnotrufzentrale durchgeführt, über 36% davon waren als „Kodex Rot“ eingestuft, was eine Anfahrt mit Sondersignal zur Folge hat. Außerdem wurden 5.900 Krankentransporte und 39 Bereitschaftsdienste bei öffentlichen Veranstaltungen geleistet.
Die Wichtigkeit einer ständigen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wurde von allen Referenten unterstrichen, weshalb die Arbeit des Ausbildungsbeauftragten Christoph Haas besonders hervorzuheben ist, der im Vorjahr 36 Personen zu betreuen hatte, welche in Ausbildungskursen eingeschrieben waren, um einen höheren Ausbildungsstand zu erreichen.
Es wurden auch mehrere Übungen mit anderen Rettungsorganisationen (Feuerwehr, Bergrettung) durchgeführt und interne Fortbildungsveranstaltungen organisiert, um noch besser auf die Einsätze vorbereitet zu sein.
Die Ehrengäste Cristina Wegher, Gemeindereferentin von Neumarkt, hob in ihrer Wortmeldung das professionelle Auftreten der Rettungskräfte hervor und dankte allen Mitarbeitern im Namen der Bevölkerung. Michael Hilber, Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren, wies auf die gute Zusammenarbeit, sei es bei den Einsätzen als auch bei den Übungen, hin.
Abschließend ergriff der Präsident des Weißen Kreuzes, Dr. Georg Rammlmair, das Wort und wies auf den hohen Stellenwert des Vereins (dessen Mitgliederzahl stetig steigt) und unserer Tätigkeit hin, welche von der Bevölkerung, den anderen Zivilschutzorganisationen und auch der Politik anerkannt wird. Besonders stolz sei er auf die große Anzahl von ehrenamtlichen Helfern, die Tätigkeit der Jugendgruppen, welche Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten, den guten Ausbildungsstand der Mitarbeiter und auf das Projekt „Mini Anne“, bei dem Schülern die wichtigsten Wiederbelebungsmaßnahmen gelehrt werden.
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